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ALPAKA FAKTEN

Alpakas sind soziale Neuweltkameliden mit besonderen Eigenschaften in Haltung, Faser und Verhalten. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Alpaka Fakten auf einen Blick – von Herkunft und Lebenserwartung bis zu Gewicht, Futterbedarf und Haltungsgrundlagen.

Die wichtigsten Alpaka Fakten zu Herkunft, Tragzeit, Gewicht und Haltung finden Sie hier übersichtlich zusammengefasst.
Durchschnittliche Lebenserwartung 15 – 20 Jahre
Durchschnittliche Tragzeit 335 Tage
Zoologie Camelidae – Unterordnung der Schwielensohler
Arten Huacaya (Kurzhaar) Huacaya Alpaka - Kurzhaarig Suri (Langhaar) Suri Alpaka - Langhaarig
Durchschnittsgewicht 50 – 80 kg
Durchschnittliche Grösse Widerristhöhe ca. 1 m, Kopfhöhe ca. 1.5 m
Geschlechtsreife Stuten: 14 – 16 Monate Hengste: 2 – 3 Jahre
Entwöhnung von der Mutter Nach 6 – 8 Monaten
Futter Im Winter Heu Im Sommer Gras, Wasser und Mineralstoffe wie Camelibra
Futterbedarf Ca. 2 % ihres Körpergewichts pro Tag
Unterstandgrösse Fläche: 2 m² Höhe: 2 m
Gruppenhaltung – minimale Gehegefläche Gruppen bis 6 Tiere 250 m²Gruppen über 6 Tiere
  • 7 – 12 Tiere: +30 m² pro Tier
  • ab 13 Tiere: +10 m² pro Tier
Anmerkungen
  • Nachzuchten bis 6 Monate dürfen im selben Gehege gehalten werden.
  • Auch Gruppen unter 6 Tieren benötigen mindestens 250 m².
Unsere Weideflächen-Empfehlung 600 – 800 m² pro Tier
Einzelhaltung von Hengsten Fläche Gehege: 250 m² Unterstand: 4 m². Ein allein gehaltener Hengst muss Sichtkontakt zu Artgenossen haben.
Grossvieheinheiten Unter 2 Jahre: 0.07 GVE Über 2 Jahre: 0.11 GVE
Ausbildung Gemäss Art. 31 Abs. 4 lit. c Tierschutzverordnung (TSchV) besteht für die Alpaka-Haltung die Pflicht eines Sachkundenachweises (SKN). Davon befreit sind ausgebildete Landwirte.
Tier-Registrierung Betriebe und Personen, welche Alpakas halten, müssen bei der Tierverkehrsdatenbank (TVD) registriert sein.
Vereine NWKS – Neu Welt Kameliden Schweiz

Was ist ein Alpaka?

Ein Alpaka ist ein domestiziertes Neuweltkamelid aus der Familie der Camelidae. Die Tiere stammen ursprünglich aus den Hochlagen der Anden in Südamerika und werden vor allem wegen ihrer hochwertigen Faser gehalten. Alpakas gehören zu den Schwielensohlern und sind eng mit Lamas, Guanakos und Vikunjas verwandt. 

Alpaka, Lama, Vikunja und Guanako

Zu den südamerikanischen Kameliden gehören vier Arten:
Alpaka, Lama, Vikunja und Guanako. Zwei davon sind Wildtiere, zwei wurden vom Menschen domestiziert.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Alpaka höchstwahrscheinlich aus dem Vikunja domestiziert wurde, während das Lama vom Guanako abstammt. Diese Einordnung passt auch zu den Eigenschaften der Tiere:

Vikunjas sind die kleinsten südamerikanischen Kameliden und besitzen eine der feinsten Naturfasern der Welt. Das Alpaka wurde über viele Generationen gezielt wegen seiner weichen und hochwertigen Wolle gezüchtet. 

Vicunja und Alpaka - Peru
Vikunja und Alpaka in den Hochlagen der Anden in Peru – Heimat der südamerikanischen Kameliden.

Guanakos hingegen sind deutlich robuster und größer. Aus ihnen entwickelte sich das Lama, das in den Anden traditionell als Last- und Transporttier genutzt wurde.

Dadurch entstand eine natürliche Aufteilung der südamerikanischen Kameliden: kleinere, faserorientierte Tiere wie Vikunja und Alpaka auf der einen Seite sowie größere, kräftigere Tiere wie Guanako und Lama auf der anderen.

Die vier südamerikanischen Kameliden

Zu den südamerikanischen Kameliden gehören zwei Wildarten und zwei domestizierte Arten. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand stammt das Alpaka überwiegend vom Vikunja ab, während das Lama vom Guanako domestiziert wurde.

Wildtiere

Vikunja Klein, fein gebaut und bekannt für eine besonders edle Faser.
Alpaka Vor allem für die Zucht hochwertiger und weicher Faser bekannt.
Guanako Kräftiger, grösser und sehr anpassungsfähig in rauer Umgebung.
Lama Wurde traditionell auch als Last- und Transporttier genutzt.

Einordnung

Alpaka & Vikunja Eher kleiner, feiner und stärker auf hochwertige Faser ausgerichtet.
Lama & Guanako Grösser, robuster und traditionell stärker auf Tragkraft und Widerstandsfähigkeit ausgerichtet.
Diese Einordnung hilft, die Unterschiede zwischen Alpaka, Lama, Vikunja und Guanako besser zu verstehen. Besonders die feine Faser des Vikunjas erklärt, weshalb das Alpaka als Faserlieferant zoologisch näher mit ihm in Verbindung gebracht wird.

Herkunft, Arten und Einordnung

Alpakas gehören zoologisch zur Familie der Camelidae und damit zu den Neuweltkameliden. Ursprünglich stammen sie aus den Hochlagen der Anden in Südamerika, wo sie seit mehreren tausend Jahren von Menschen gehalten und gezüchtet werden.

Heute werden Alpakas weltweit gehalten, auch in Europa und in der Schweiz. In der Zucht unterscheidet man zwei Alpaka-Typen: Huacaya und Suri. Huacaya-Alpakas besitzen eine dichte, gekräuselte Faser, während Suri-Alpakas lange, seidige Locken tragen.

Beide Typen werden vor allem wegen ihrer hochwertigen Faser gezüchtet.

Alpaka Fakten
Klein Alpaka-Bauerin Anden

Haltung, Fütterung und Flächenbedarf

Alpakas sind ausgesprochene Herdentiere und sollten daher grundsätzlich nicht allein gehalten werden. Für eine artgerechte Haltung benötigen sie ausreichend Platz, einen trockenen Unterstand sowie Zugang zu frischem Wasser.

Die Fütterung besteht hauptsächlich aus Gras im Sommer und Heu im Winter. Ergänzend benötigen Alpakas geeignete Mineralstoffe wie Camelibra, um eine ausgewogene Versorgung sicherzustellen.

Der tägliche Futterbedarf liegt ungefähr bei zwei Prozent des Körpergewichts. Für die Weidehaltung empfehlen sich grosszügige Flächen, damit sich die Tiere ausreichend bewegen können.

Alpaka Fakten

Kurze Antworten zu Alpakas

Die folgenden Antworten fassen zentrale Alpaka Fakten kurz und verständlich zusammen.

Was ist ein Alpaka?

Ein Alpaka ist ein domestiziertes Neuweltkamelid aus der Familie der Camelidae. Die Tiere stammen ursprünglich aus den Anden in Südamerika und werden vor allem wegen ihrer hochwertigen und weichen Faser gehalten.

Wie alt werden Alpakas?

Alpakas erreichen normalerweise eine Lebenserwartung von etwa 15 bis 20 Jahren. Mit guter Haltung und Pflege können sie jedoch auch älter werden. Auf unserem Hof wurde unser erstes hier geborenes Alpaka sogar 21 Jahre alt.

Was ist der Unterschied zwischen Alpaka und Lama?

Alpakas sind in der Regel kleiner und wurden vor allem wegen ihrer feinen Faser gezüchtet. Lamas sind grösser und kräftiger und wurden in den Anden traditionell auch als Last- und Transporttiere genutzt.

Alpaka-Haltung in der Schweiz

Ausbildung / SKN (Schweiz)
Für die Alpaka-Haltung in der Schweiz gelten Ausbildungsanforderungen gemäss Tierschutzverordnung (TSchV).

Eine landwirtschaftliche Ausbildung mit Bezug zur Tierhaltung ist ausreichend, um Alpakas zu halten. In diesem Fall ist kein zusätzlicher Sachkundenachweis (SKN) erforderlich.

Personen ohne landwirtschaftliche Ausbildung können Alpakas mit einem Sachkundenachweis (SKN) halten. Diese Haltung ist jedoch auf maximal 10 Grossvieheinheiten (GVE) beschränkt.

Zudem müssen Betriebe und Halter ihre Tierhaltung in der Tierverkehrsdatenbank (TVD) registrieren. Diese Registrierung dient der Nachverfolgbarkeit und der Tiergesundheit.

Viele Halter sind ausserdem Mitglied in Fachorganisationen wie Neuweltkameliden Schweiz (NWKS), die Informationen sowie Austausch zur Alpaka-Haltung bieten.

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